Über den Schienerberg nach Hohenklingen
Diese Rundwanderung verbindet Bankholzen mit dem deutsch-schweizerischen Grenzraum auf dem Schienerberg und den Höhen über Stein am Rhein. Zwischen Waldabschnitten liegen die Hegaublicke am Herrentisch und an der Chroobachhütte; bei Hohenklingen öffnet sich die Landschaft zum Untersee und Hochrhein.
Von Bankholzen auf den Schienerberg
Die Runde beginnt an der Schienerbergstraße in Bankholzen und endet wieder am Ausgangspunkt. Das Dorf am Nordfuß des Schienerbergs ist seit dem elften Jahrhundert urkundlich belegt. Fachwerkhäuser im Ortskern gehören zu seiner historischen Bausubstanz. Von diesem Siedlungsraum führt die Wanderung in die Höhenlandschaft des Schienerbergs.
Der erste benannte Waldabschnitt ist ein Hohlweg im Buchenwald. Hier steht die eingegrabene Form des Weges im Mittelpunkt. Anschließend erreicht die Route einen Aussichtspunkt auf dem Schienerberg. Waldpassagen und einzelne Aussichtspunkte bestimmen damit bereits den ersten Teil der Runde.
Grenzraum und Hegaublicke
Bei Oberschrotzburg folgt der Abschnitt entlang der alten Grenze. Auf dem Schienerberg treffen Deutschland und die Schweiz in einer zusammenhängenden Höhenlandschaft aufeinander. Die Route führt weiter zum Herrentisch. Dort richtet sich der Blick über den Hegau und den Raum um Singen. Die markanten Vulkanberge bilden die Kulisse dieses Aussichtspunktes.
Auch die anschließende Chroobachhütte ist mit dem Hegaupanorama verbunden. Ihr vorgelagerter Rastplatz besitzt Sitzgelegenheiten und eine Feuerstelle. Die Hütte selbst ist nicht zur Nutzung geöffnet. Herrentisch und Chroobachhütte setzen mit ihren Ausblicken zwei deutlich benannte Landschaftspunkte in die Wanderung.
Waldhöhen über dem Rhein
Im weiteren Verlauf erreicht die Runde den Wolkensteinerberg-Waldweg und danach den Wolkensteinerberg. Die Erhebung gehört zum Schweizer Teil des Schienerbergs und liegt über dem Hochrhein zwischen Hemishofen und Stein am Rhein. Ein weiterer Waldweg schließt sich an. In diesem Teil der Runde prägen die bewaldeten Höhen den Charakter der Wanderung.
Hohenklingen und die See-Fluss-Landschaft
Bei Hohenklingen liegen der Grillplatz und der Aussichtspunkt dicht beieinander. Die überdachte Grillstelle auf der Klingenwiese gehört zum Umfeld der mittelalterlichen Burg. Hohenklingen war zunächst Sitz des Klostervogtes von Sankt Georgen und kam im fünfzehnten Jahrhundert an die Stadt Stein am Rhein.
Vom Aussichtspunkt öffnet sich der Blick auf die Stadt und den Übergang vom Untersee zum Hochrhein. Unten treffen Wasserweg, Brücke und historischer Siedlungsraum zusammen. Dieser Landschaftsblick bildet den letzten benannten Höhepunkt der Runde, bevor sie wieder in Bankholzen endet.
Stationen am Weg
Bankholzen Schienerbergstraße
bei km 0,0 ·
Am Nordfuß des Schienerbergs liegt ein Dorf mit einer langen Siedlungsgeschichte. Bankholzen wurde im Jahr tausendfünfzig erstmals urkundlich erwähnt. Sein Name geht auf den Personennamen Banchel oder Banchilo zurück. Der Ort gehörte zur Herrschaft Bohlingen und kam mit ihr Ende des fünfzehnten Jahrhunderts an den Bischof von Konstanz. Bis achtzehnhundertdrei blieb er Teil dieses Territoriums, danach gehörte er zu Baden. Zum historischen Ortsbild zählen Fachwerkhäuser aus dem achtzehnten und neunzehnten Jahrhundert.
Hohlweg im Buchenwald am Schienerberg
bei km 3,2 ·
Der Weg liegt hier als Hohlweg im Buchenwald des Schienerbergs. Seine eingetiefte Form hebt ihn vom umgebenden Waldboden ab.
Aussichtspunkt
bei km 5,4 ·
Dieser Aussichtspunkt liegt auf dem Schienerberg, südwestlich von Bankholzen. Er gehört zum Höhenland oberhalb des Dorfes.
Trail entlang der alten Grenze bei Oberschrotzburg
bei km 9,8 ·
Hier verläuft ein Pfad im Grenzraum bei Oberschrotzburg. Deutschland und die Schweiz treffen auf dem Schienerberg unmittelbar aufeinander. Die Staatsgrenze durchzieht dabei eine zusammenhängende Landschaft.
Aussicht vom Herrentisch auf den Hegau und Singen
bei km 11,7 ·
Vor Ihnen liegt der Hegau mit seinen markanten Vulkanbergen. Vom Herrentisch aus lassen sich die einzelnen Bergformen als Reihe in der Landschaft erkennen. Für dieses Panorama ist auch der Name Hegauer Kegelspiel gebräuchlich. Der Blick richtet sich nach Norden in den Raum um Singen. Der Aussichtspunkt liegt auf der Schweizer Seite des Schienerbergs bei Hemishofen. Direkt daneben befindet sich ein Grillplatz. So verbindet dieser Ort den weiten Landschaftsblick mit einem eingerichteten Rastplatz an der Grenze.
Chroobachhütte
bei km 12,1 ·
Zur Hütte gehört ein Rastplatz mit zahlreichen Sitzgelegenheiten und einer Feuerstelle. Von hier öffnet sich der Blick über den Hegau und seine Vulkanberge. Die Chroobachhütte liegt auf Schweizer Gebiet bei Hemishofen und ist ein benannter Rastpunkt auf dem Schienerberg. Für die Pause stehen die Einrichtungen im Freien zur Verfügung. Das Innere der Hütte kann nicht genutzt werden. Der Name bezeichnet hier also einen Hüttenstandort mit Grillstelle, keinen bewirtschafteten Berggasthof.
Wolkensteinerberg
bei km 22,7 ·
Die bewaldete Erhebung gehört zum Schienerberg und liegt zwischen Hemishofen und Stein am Rhein. Beide Orte befinden sich unten am Hochrhein. Der Wolkensteinerberg erreicht etwas mehr als sechshundert Meter Höhe und ist Teil des Hügellandes im Osten des Kantons Schaffhausen. Zu seiner Geschichte gehört die mittelalterliche Burgstelle Wolkenstein an anderer Stelle des Berges. Sie ist im Schweizer Kulturgüterschutzinventar verzeichnet. Berg und Burgstelle tragen damit verwandte Namen, bezeichnen aber unterschiedliche Orte.
Grillplatz Hohenklingen mit Aussicht
bei km 28,2 ·
Auf der Klingenwiese nahe der Burg liegt ein eingerichteter Grillplatz. Die Feuerstelle ist überdacht, dazu kommen großzügige Sitzgelegenheiten. Der Platz gehört zum Umfeld von Hohenklingen, der mittelalterlichen Burg über Stein am Rhein. Diese war ursprünglich Sitz des Vogtes des Klosters Sankt Georgen. Im Jahr vierzehnhundertsiebenundfünfzig gelangte sie in den Besitz der Stadt. Später diente sie als Brandwacht und Hochwacht. Die erhöhte Lage war damit lange auch ein Beobachtungsposten über Stadt und Landschaft.
Aussicht auf Stein am Rhein und den Seerhein von Hohenklingen
bei km 28,3 ·
Unter Ihnen liegt Stein am Rhein am Übergang vom Untersee zum Hochrhein. Von der Höhe bei Hohenklingen lässt sich dieser Wechsel vom See zum Fluss überblicken. Die Altstadt gehört zu den geschützten Ortsbildern von nationaler Bedeutung in der Schweiz. Ihre Entwicklung ist eng mit der Lage am Wasser verbunden: Die Stadt war Brückenkopf und Umschlagplatz für den Flusstransport. Die Burg oberhalb der Dächer gehörte seit dem fünfzehnten Jahrhundert der Stadt. Von hier wurde die Umgebung als Brandwacht und Hochwacht beobachtet.
Praktisch
- Start
- Bankholzen, Schienerbergstraße
· Navigation zum Start - Einkehr
- Restaurant Burg Hohenklingen bei den Stationen oberhalb von Stein am Rhein. Öffnungszeiten vorab prüfen.
- Hinweise
- Die Route führt durch Deutschland und die Schweiz. Die ausgedehnte Rundwanderung mit wiederholten An- und Abstiegen erfordert gute Ausdauer. Das Innere der Chroobachhütte kann nicht genutzt werden.
Ihr Standort wird nur auf diesem Gerät verwendet und nicht gesendet. Achten Sie auf Verkehr und Beschilderung.
Wegdaten aus dem GPS-Verlauf berechnet; die Dauer ist ein Richtwert ohne Pausen. Wege können sich ändern – achten Sie auf Beschilderung, Sperrungen und das Wetter. Im Notfall: 112. Quelle des Wegverlaufs: Komoot.