Wer Weihnachten mit der Bahn zu Familie oder Freunden fährt, kann die Reise bereits buchen: Der Vorverkauf für den neuen DB-Fernverkehrsfahrplan hat am 14. Oktober 2026 begonnen, gelten wird er ab dem 13. Dezember. Damit fallen Weihnachtsanreise und Rückfahrt in den neuen Fahrplan.
Vor dem Kauf lohnt ein vollständiger Durchgang durch beide Fahrtrichtungen: Reisetag, Bahnhöfe, Anschlüsse, Tarif und Sitzplätze. Die folgenden Serviceangaben haben den Stand 8. November 2026.
1. Hin- und Rückfahrt einzeln aufrufen
Suchen Sie beide Fahrten mit dem tatsächlichen Datum. Prüfen Sie Abfahrts- und Ankunftsbahnhof, Zugnummern, Umstiege und Gesamtreisezeit. Wer seine übliche Verbindung kennt, sollte gerade deren Halte und Zeiten neu vergleichen. Für die Rückreise gehört auch die letzte Etappe vom Bahnhof nach Hause in die Planung.
Der veröffentlichte Jahresfahrplan bestätigt den Start des neuen Angebots. Welche Verbindung am gewünschten Weihnachtstag fährt, ergibt sich aus der datumsgenauen Reiseauskunft. Eine angekündigte zusätzliche Verbindung hilft erst, wenn sie zum eigenen Reisetag und Ziel passt. Konkrete Streckenänderungen lassen sich aus dem allgemeinen Fahrplanwechsel nicht ableiten.
2. Umstiege mit Gepäck planen
Vergleichen Sie die angebotenen Verbindungen auch nach Zahl und Dauer der Umstiege. Mit Geschenken, Kinderwagen oder eingeschränkter Mobilität verdient der Bahnhofswechsel zwischen zwei Zügen mehr Zeit. Eine etwas längere Gesamtfahrt mit weniger Umstiegen ist dann oft die angenehmere Wahl.
Auf bahn.de lässt sich die gewünschte „Umstiegszeit“ in der Verbindungssuche einstellen; im DB Navigator steht die Anpassung unter „Optionen“. Öffnen Sie anschließend die einzelnen Fahrtabschnitte und prüfen Sie Hinweise zu Ersatzverkehr oder abweichenden Halten. Für den örtlichen Busanschluss gehört der Feiertagsfahrplan des zuständigen Verkehrsunternehmens dazu.
3. Die gesamte Reisekette prüfen
Kontrollieren Sie vor dem Bezahlen, welche Abschnitte die Fahrkarte tatsächlich umfasst. Nach der EU-Verbraucherinformation müssen Reisende vor dem Kauf darüber informiert werden, ob eine Durchgangsfahrkarte vorliegt. Das ist für Rechte bei verpassten Anschlüssen entscheidend.
Besondere Aufmerksamkeit braucht die Kombination aus Deutschlandticket und separat gebuchtem ICE oder IC. Verspätet sich der mit dem Deutschlandticket genutzte Nahverkehrszug und wird dadurch der gebuchte Fernverkehrszug verpasst, bleibt dessen Zugbindung nach DB-Angaben bestehen. Beide Tickets haben getrennte Fahrgastrechte. Vergleichen Sie deshalb auch eine durchgehende Fahrkarte einschließlich des Bahnzubringers; bei getrennter Buchung ist ein großzügiger Zeitpuffer sinnvoll.
4. Tarif und Plätze getrennt kontrollieren
Lesen Sie vor dem Abschluss die Bedingungen zu Zugbindung, Umtausch und Stornierung für beide Fahrtrichtungen. Kontrollieren Sie außerdem Reisedaten, Namen, Ermäßigungen und die Zahl der Mitreisenden.
Prüfen Sie ausdrücklich, ob Sitzplätze enthalten oder hinzugebucht sind. Beim Flexpreis in der zweiten Klasse ist beispielsweise keine Reservierung enthalten. Eine Reservierung lässt sich auch nachträglich buchen. Gleichen Sie im Beleg Datum, Zug, Strecke und Plätze ab – bei Umstiegen für jeden reservierten Abschnitt und ebenso für die Rückfahrt.
5. Änderungen bis zur Abfahrt verfolgen
Aktivieren Sie für beide Reisen die Benachrichtigungen im DB Navigator. Nach DB-Angaben informieren diese ab 14 Tagen vor Reisebeginn über Fahrplanabweichungen. Rufen Sie die Verbindung zusätzlich vor der Abfahrt erneut auf, auch wenn keine Nachricht eingegangen ist. Kontrollieren Sie dann besonders Abfahrtszeit, Bahnhof, Gleis und Anschlüsse.
Auf einen Blick
Beide Reisetage einzeln suchen, genügend Umstiegszeit einplanen und den Geltungsbereich der Fahrkarte prüfen. Danach Tarifbedingungen und Reservierungen kontrollieren. Für Hin- und Rückfahrt Benachrichtigungen aktivieren und die Verbindung vor dem Aufbruch nochmals aufrufen.
